Wie unterschiedlich sich die Immobilienpreise im Hochsauerlandkreis, im Kreis Soest und im Märkischen Kreis entwickelt haben, hat uns einen Blick in die Grundstückmarktberichte gezeigt. Hier unsere Zusammenfassung:

Im Hochsauerlandkreis (Zeitraum 2020) wurden im Grundstücksverkehr 3.550 ausgewertete Kaufverträge abgeschlossen. Dadurch wurden 529 Millionen Euro eingenommen.   

Bei den voll erschlossenen Baugrundstücken sah es so aus, dass 438 Kaufverträge abgeschlossen wurden. Ein Plus von 34 %. Die meisten Kaufverträge wurden in Meschede (95), Arnsberg (64) und Schmallenberg (49) gehandelt. Mit 32,1 Millionen Euro Umsatz wurde ein Umsatzplus von 52 % erzielt. 

Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurden 929 Kaufverträge (179 Millionen Euro) abgeschlossen, die meisten davon für Häuser in Arnsberg (247), Meschede (111) und Sundern (101). Die Anzahl der abgeschlossenen Kaufverträge ist ungefähr gleichgeblieben, der Umsatz (179 Millionen) allerdings um 16 % gestiegen. Bei den Kaufverträgen für Eigentumswohnungen gab es 621 Abschlüsse und damit ein Minus von 12 %, in Geldwert ausgedrückt allerdings nur ein Minus von 2 %.  In Arnsberg (235), Winterberg (137) und Brilon (62) wurden dabei die meisten Eigentumswohnungen gehandelt. 

 

Anders sieht es in den Kreisen Soest und Olpe aus: Die Anzahl der ausgewerteten Kaufverträge ist leicht steigend (+ 2 %), der Geldumsatz aber leicht rückläufig (- 3 %). Dabei wurden im Jahr 2020 im Kreis Soest 2.294 Kaufverträge ausgewertet.   

Die Preise für erschlossene Wohnbauflächen sind im Vergleich zum Jahr 2019 rückläufig. Der statistische Durchschnittspreis fiel von 131 Euro/m² im Jahr 2019 auf 125 Euro. Dieser Abfall lässt sich darauf zurückzuführen, dass die Verkaufsfälle vermehrt in Baugebieten mit einem niedrigeren Preisniveau angefallen sind. Die Anzahl der Kauffälle stieg von 280 (2019) auf 338 Verträge im Jahr 2020. In Ense wurden 44 (Vorjahr 21) Kaufverträge für unbebaute, voll erschlossene Baugrundstücke abgeschlossen, in Möhne Möhnesee 44 (Vorjahr 17), in Rüthen 29 (Vorjahr 22) und in Warstein 41 (Vorjahr 36). 

Für bebaute Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke wurden im Jahr 2020 durchschnittlich rund 251.000 EUR gezahlt. Im Jahr 2019 betrug der Durchschnittspreis noch 230.000 EUR. Die Anzahl der Verkaufsfälle stieg von 707 in 2019 auf 717 in 2020. Die Preise für neu errichtete Eigentumswohnungen (Kreisdurchschnitt 3.077 Euro je m² Wohnfläche) stiegen im Kreis Soest um 8 % gegenüber dem Vorjahr.  

 

Im Kreis Olpe wiederum sind die Preise für Wohnbauland von 104 Euro/m² im Jahre 2017 nur leicht auf 106 Euro/m gestiegen. Bei den Ein- und Zweifamilienhäusern sah es da schon ein bisschen anders aus: 2017 betrug der durchschnittliche Preis noch 185.000 Euro, im Jahr 2020 bereits 236.000 Euro. Auch bei den neuen Eigentumswohnungen ging es aufwärts: Hier kostete 2017 eine Wohnung noch 245.000 Euro, im Jahre 2020 schon 305.000 Euro. 

Der Geldumsatz erreichte im vergangenen Jahr im Kreis Olpe ein Volumen von 195 Mio. € und damit eine Zunahme von ca. 12 % gegenüber dem Vorjahr. Davon entfielen etwa 66 % auf bebaute Grundstücke, 26 % auf Wohnungs- und Teileigentum, 5 % auf baulich nutzbare Flächen (individueller Wohnungsbau und Gewerbeland) und 2 % auf land- und forstwirtschaftliche Flächen.  

 

Zum Schluss noch der Märkische Kreis: Bei den unbebauten Grundstücken, also bei Bauflächen für Ein- und Zweifamilienhäusern, stagniert der Umsatz (2019) gegenüber dem Vorjahr. Unverändert wurden 184 Kauffälle ausgewertet. Dabei zeigt sich ein regional unterschiedliches Preisniveau. 

822 Ein- und Zweifamilienhäuser wechselten 2019 den Besitzer. Die Kaufpreise zeigen bei Häusern jeden Alters eine leicht steigende Entwicklung.  

Die Verkäufe bestehender Eigentumswohnungen haben seit 2018 um ca. 5 % zugenommen, es wurden insgesamt 396 Objekte veräußert, die Preise mit leicht steigender Tendenz. Größere Umsatzeinbußen wurden bei den Neubau-Eigentumswohnungen verzeichnet .

Quelle: Boris NRW / Grundstücksmarktberichte