„Das Wichtigste – und das steht bei mir an erster Stelle – ist die Freude am Lehren“, sagt Christiane Mester, Praxisanleiterin im Krankenhaus Maria Hilf in Brilon. „Es geht darum, den eigenen Erfahrungsschatz an junge Menschen weiterzugeben, die in die Pflege gehen.“

Im Krankenhaus arbeiten 17 Praxisanleitende plus fünf in der Ausbildung, die über 70 Auszubildende betreuen. Hinzu kommen Praktikanten, die sich für den Pflegeberuf interessieren, und Pflegekräfte aus dem Ausland, die ihre Kenntnisprüfung ablegen. Vier der Praxisanleiterinnen üben diese Aufgabe hauptberuflich aus. Die Praxisanleitung wird schülerbezogen organisiert, d. h. jeder Azubi hat seinen festen Ansprechpartner, seinen Praxisanleiter.

Das Konzept der gut strukturierten Praxisanleitung geht auf den Pflegewissenschaftler German Quernheim zurück. Es umfasst mehrere Schritte – von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zu Übungsphasen, die dann in die nächste Anleitung übergehen. „Vom ersten praktischen Tag bis zum Examen wird die Anleitung über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg geplant“, erklärt Praxisanleiterin Steffi Ladage-Kotthaus.

An die Azubis werden hohe Ansprüche gestellt, doch sie stehen nie allein da“, erklärt Steffi Ladage-Kotthaus. Die Praxisanleiterinnen begleiten die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit. In erster Linie, um sie zu unterstützen, aber auch, um deren Kompetenzentwicklung beobachten und fördern zu können. Praxisanleiterin Britta Metten fügt hinzu: ,,Ausbildung ist immer ein Zusammenspiel von Lehrkräften, Praxisanleitung und Azubis. Jeder und jede trägt Verantwortung, dass die Ausbildung gelingt“.

Praxiskoordinatorin Christiane Mester betreut einige, aber weniger Auszubildende als ihre hauptamtlichen Kolleginnen, da sie zusätzlich organisatorische Aufgaben wahrnimmt. Dennoch ist die persönliche Begleitung für sie ein wichtiger Schwerpunkt, den sie mit „ganz viel Herzblut“ verfolgt. Welche „soft skills“ für die vielfältigen Aufgaben nötig sind, ergänzt Praxisanleiterin Jenny Braucks: ,,Besondere Eigenschaften als Praxisanleitung wären außerdem Empathie, Geduld und Organisationstalent“.

Das Engagement der Praxisanleiter und das Konzept der Praxisanleitung wird von den Auszubildenden sehr geschätzt:

Melina Cielaszyk: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Es ist gut, dass man immer einen Ansprechpartner hat, der speziell für einen da ist. Ein Highlight ist auch, dass in Brilon das duale Studium angeboten wird. Das mache ich gerade. Hier wird man sowohl von der Schule als auch vom Krankenhaus sehr gut unterstützt – das ist super.“

Iwona Pingel: „Die hauptamtlichen Praxisanleiterinnen stehen uns während ihrer gesamten Dienstzeit zur Verfügung. Das ermöglicht uns, ohne Unterbrechung zu lernen und angeleitet zu werden. Sehr gut gefällt mir auch, dass man in verschiedene Bereiche reinschnuppern kann. Das ermöglicht es, frühzeitig Interessen zu entwickeln und sich auf bestimmte Fachgebiete zu konzentrieren. Und nach der Ausbildung hat man die Gelegenheit, nicht nur im Krankenhaus zu arbeiten, sondern überall – oder zumindest fast überall.“

Lilly Stuhldreier: „Wenn es mal ein Problem auf der Station gibt, kann man sich immer an seinen, aber auch an jeden der anderen Praxisanleiter wenden. Es ist wirklich eine großartige Zusammenarbeit! Auch der theoretische Teil ist wirklich gut und wichtig. Wenn wir dann in den Einsatz gehen, können wir alles richtig umsetzen. Die Dozenten machen das echt fantastisch und achten darauf, dass keiner von uns zurückbleibt.“

Christiane Mester und Steffi Ladage-Kotthaus können sich noch gut an ihre eigene Ausbildung erinnern: „Das Wort ‚Praxisanleitung‘ gab es damals noch gar nicht. Es gab nette Kollegen und Kolleginnen, die uns viel erzählt haben, wenn sie Zeit dazu hatten. Wenn nicht, musste man sich viel von den examinierten Kräften abschauen“, berichtet Steffi Ladage-Kotthaus. „Später habe ich lange auf der Intensivstation gearbeitet und war dort auch schon Praxisanleiterin. Aber damals war es so, dass man versucht hat, Zeitpuffer zu finden, um anzuleiten.“ „Damals gab es eine Weiterbildung zum Mentor, aber die war längst nicht so umfangreich wie die Praxisanleitung heute“, ergänzt Christiane Mester. „Aber der Ansatz war da.“

Alle vier Praxisanleiterinnen freuen sich, dass sie freigestellt ihre Arbeit machen können. „Das ist ein großer Gewinn für die Ausbildung“, sagt Christiane Mester. „Aber ich finde auch, dass die Kollegen vor Ort wirklich viel Arbeit leisten. Letztendlich begleiten sie die Auszubildenden im Pflegealltag.“ „Für alle Beteiligten ist es ein großer Gewinn“, schließt sich Steffi Ladage-Kotthaus an. „Für uns, weil wir Zeit haben, anzuleiten, und für den Auszubildenden, weil er weiß, dass jemand da ist, der sich nur für ihn und für die jeweilige pflegerische Situation Zeit nimmt.“ Und dann platzt es voller Überzeugung aus ihr heraus: „Ich mache das wirklich gerne.“

Die Zugangsqualifikation zur Praxisanleitung dauert ca. 300 Stunden (etwa ein halbes Jahr) und ist im Krankenhaus Brilon möglich. Voraussetzung für die Weiterbildung: mind. ein Jahr in Praxis (Vollzeit). Außerdem eine dreijährige Ausbildung im Bereich der Pflege oder Funktionsdienst (früher: Krankenschwester, Gesundheits- und Krankenpfleger).

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„Das Wichtigste – und das steht bei mir an erster Stelle – ist die Freude am Lehren“, sagt Christiane Mester, Praxisanleiterin im Krankenhaus Maria Hilf in Brilon. „Es geht darum, den eigenen Erfahrungsschatz an junge Menschen weiterzugeben, die in die Pflege gehen.“

Im Krankenhaus arbeiten 17 Praxisanleitende plus fünf in der Ausbildung, die über 70 Auszubildende betreuen. Hinzu kommen Praktikanten, die sich für den Pflegeberuf interessieren, und Pflegekräfte aus dem Ausland, die ihre Kenntnisprüfung ablegen. Vier der Praxisanleiterinnen üben diese Aufgabe hauptberuflich aus. Die Praxisanleitung wird schülerbezogen organisiert, d. h. jeder Azubi hat seinen festen Ansprechpartner, seinen Praxisanleiter.

Das Konzept der gut strukturierten Praxisanleitung geht auf den Pflegewissenschaftler German Quernheim zurück. Es umfasst mehrere Schritte – von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zu Übungsphasen, die dann in die nächste Anleitung übergehen. „Vom ersten praktischen Tag bis zum Examen wird die Anleitung über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg geplant“, erklärt Praxisanleiterin Steffi Ladage-Kotthaus.

An die Azubis werden hohe Ansprüche gestellt, doch sie stehen nie allein da“, erklärt Steffi Ladage-Kotthaus. Die Praxisanleiterinnen begleiten die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit. In erster Linie, um sie zu unterstützen, aber auch, um deren Kompetenzentwicklung beobachten und fördern zu können. Praxisanleiterin Britta Metten fügt hinzu: ,,Ausbildung ist immer ein Zusammenspiel von Lehrkräften, Praxisanleitung und Azubis. Jeder und jede trägt Verantwortung, dass die Ausbildung gelingt“.

Praxiskoordinatorin Christiane Mester betreut einige, aber weniger Auszubildende als ihre hauptamtlichen Kolleginnen, da sie zusätzlich organisatorische Aufgaben wahrnimmt. Dennoch ist die persönliche Begleitung für sie ein wichtiger Schwerpunkt, den sie mit „ganz viel Herzblut“ verfolgt. Welche „soft skills“ für die vielfältigen Aufgaben nötig sind, ergänzt Praxisanleiterin Jenny Braucks: ,,Besondere Eigenschaften als Praxisanleitung wären außerdem Empathie, Geduld und Organisationstalent“.

Das Engagement der Praxisanleiter und das Konzept der Praxisanleitung wird von den Auszubildenden sehr geschätzt:

Melina Cielaszyk: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Es ist gut, dass man immer einen Ansprechpartner hat, der speziell für einen da ist. Ein Highlight ist auch, dass in Brilon das duale Studium angeboten wird. Das mache ich gerade. Hier wird man sowohl von der Schule als auch vom Krankenhaus sehr gut unterstützt – das ist super.“

Iwona Pingel: „Die hauptamtlichen Praxisanleiterinnen stehen uns während ihrer gesamten Dienstzeit zur Verfügung. Das ermöglicht uns, ohne Unterbrechung zu lernen und angeleitet zu werden. Sehr gut gefällt mir auch, dass man in verschiedene Bereiche reinschnuppern kann. Das ermöglicht es, frühzeitig Interessen zu entwickeln und sich auf bestimmte Fachgebiete zu konzentrieren. Und nach der Ausbildung hat man die Gelegenheit, nicht nur im Krankenhaus zu arbeiten, sondern überall – oder zumindest fast überall.“

Lilly Stuhldreier: „Wenn es mal ein Problem auf der Station gibt, kann man sich immer an seinen, aber auch an jeden der anderen Praxisanleiter wenden. Es ist wirklich eine großartige Zusammenarbeit! Auch der theoretische Teil ist wirklich gut und wichtig. Wenn wir dann in den Einsatz gehen, können wir alles richtig umsetzen. Die Dozenten machen das echt fantastisch und achten darauf, dass keiner von uns zurückbleibt.“

Christiane Mester und Steffi Ladage-Kotthaus können sich noch gut an ihre eigene Ausbildung erinnern: „Das Wort ‚Praxisanleitung‘ gab es damals noch gar nicht. Es gab nette Kollegen und Kolleginnen, die uns viel erzählt haben, wenn sie Zeit dazu hatten. Wenn nicht, musste man sich viel von den examinierten Kräften abschauen“, berichtet Steffi Ladage-Kotthaus. „Später habe ich lange auf der Intensivstation gearbeitet und war dort auch schon Praxisanleiterin. Aber damals war es so, dass man versucht hat, Zeitpuffer zu finden, um anzuleiten.“ „Damals gab es eine Weiterbildung zum Mentor, aber die war längst nicht so umfangreich wie die Praxisanleitung heute“, ergänzt Christiane Mester. „Aber der Ansatz war da.“

Alle vier Praxisanleiterinnen freuen sich, dass sie freigestellt ihre Arbeit machen können. „Das ist ein großer Gewinn für die Ausbildung“, sagt Christiane Mester. „Aber ich finde auch, dass die Kollegen vor Ort wirklich viel Arbeit leisten. Letztendlich begleiten sie die Auszubildenden im Pflegealltag.“ „Für alle Beteiligten ist es ein großer Gewinn“, schließt sich Steffi Ladage-Kotthaus an. „Für uns, weil wir Zeit haben, anzuleiten, und für den Auszubildenden, weil er weiß, dass jemand da ist, der sich nur für ihn und für die jeweilige pflegerische Situation Zeit nimmt.“ Und dann platzt es voller Überzeugung aus ihr heraus: „Ich mache das wirklich gerne.“

Die Zugangsqualifikation zur Praxisanleitung dauert ca. 300 Stunden (etwa ein halbes Jahr) und ist im Krankenhaus Brilon möglich. Voraussetzung für die Weiterbildung: mind. ein Jahr in Praxis (Vollzeit). Außerdem eine dreijährige Ausbildung im Bereich der Pflege oder Funktionsdienst (früher: Krankenschwester, Gesundheits- und Krankenpfleger).

„Das Wichtigste – und das steht bei mir an erster Stelle – ist die Freude am Lehren“, sagt Christiane Mester, Praxisanleiterin im Krankenhaus Maria Hilf in Brilon. „Es geht darum, den eigenen Erfahrungsschatz an junge Menschen weiterzugeben, die in die Pflege gehen.“

Im Krankenhaus arbeiten 17 Praxisanleitende plus fünf in der Ausbildung, die über 70 Auszubildende betreuen. Hinzu kommen Praktikanten, die sich für den Pflegeberuf interessieren, und Pflegekräfte aus dem Ausland, die ihre Kenntnisprüfung ablegen. Vier der Praxisanleiterinnen üben diese Aufgabe hauptberuflich aus. Die Praxisanleitung wird schülerbezogen organisiert, d. h. jeder Azubi hat seinen festen Ansprechpartner, seinen Praxisanleiter.

Das Konzept der gut strukturierten Praxisanleitung geht auf den Pflegewissenschaftler German Quernheim zurück. Es umfasst mehrere Schritte – von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zu Übungsphasen, die dann in die nächste Anleitung übergehen. „Vom ersten praktischen Tag bis zum Examen wird die Anleitung über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg geplant“, erklärt Praxisanleiterin Steffi Ladage-Kotthaus.

An die Azubis werden hohe Ansprüche gestellt, doch sie stehen nie allein da“, erklärt Steffi Ladage-Kotthaus. Die Praxisanleiterinnen begleiten die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit. In erster Linie, um sie zu unterstützen, aber auch, um deren Kompetenzentwicklung beobachten und fördern zu können. Praxisanleiterin Britta Metten fügt hinzu: ,,Ausbildung ist immer ein Zusammenspiel von Lehrkräften, Praxisanleitung und Azubis. Jeder und jede trägt Verantwortung, dass die Ausbildung gelingt“.

Praxiskoordinatorin Christiane Mester betreut einige, aber weniger Auszubildende als ihre hauptamtlichen Kolleginnen, da sie zusätzlich organisatorische Aufgaben wahrnimmt. Dennoch ist die persönliche Begleitung für sie ein wichtiger Schwerpunkt, den sie mit „ganz viel Herzblut“ verfolgt. Welche „soft skills“ für die vielfältigen Aufgaben nötig sind, ergänzt Praxisanleiterin Jenny Braucks: ,,Besondere Eigenschaften als Praxisanleitung wären außerdem Empathie, Geduld und Organisationstalent“.

Das Engagement der Praxisanleiter und das Konzept der Praxisanleitung wird von den Auszubildenden sehr geschätzt:

Melina Cielaszyk: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Es ist gut, dass man immer einen Ansprechpartner hat, der speziell für einen da ist. Ein Highlight ist auch, dass in Brilon das duale Studium angeboten wird. Das mache ich gerade. Hier wird man sowohl von der Schule als auch vom Krankenhaus sehr gut unterstützt – das ist super.“

Iwona Pingel: „Die hauptamtlichen Praxisanleiterinnen stehen uns während ihrer gesamten Dienstzeit zur Verfügung. Das ermöglicht uns, ohne Unterbrechung zu lernen und angeleitet zu werden. Sehr gut gefällt mir auch, dass man in verschiedene Bereiche reinschnuppern kann. Das ermöglicht es, frühzeitig Interessen zu entwickeln und sich auf bestimmte Fachgebiete zu konzentrieren. Und nach der Ausbildung hat man die Gelegenheit, nicht nur im Krankenhaus zu arbeiten, sondern überall – oder zumindest fast überall.“

Lilly Stuhldreier: „Wenn es mal ein Problem auf der Station gibt, kann man sich immer an seinen, aber auch an jeden der anderen Praxisanleiter wenden. Es ist wirklich eine großartige Zusammenarbeit! Auch der theoretische Teil ist wirklich gut und wichtig. Wenn wir dann in den Einsatz gehen, können wir alles richtig umsetzen. Die Dozenten machen das echt fantastisch und achten darauf, dass keiner von uns zurückbleibt.“

Christiane Mester und Steffi Ladage-Kotthaus können sich noch gut an ihre eigene Ausbildung erinnern: „Das Wort ‚Praxisanleitung‘ gab es damals noch gar nicht. Es gab nette Kollegen und Kolleginnen, die uns viel erzählt haben, wenn sie Zeit dazu hatten. Wenn nicht, musste man sich viel von den examinierten Kräften abschauen“, berichtet Steffi Ladage-Kotthaus. „Später habe ich lange auf der Intensivstation gearbeitet und war dort auch schon Praxisanleiterin. Aber damals war es so, dass man versucht hat, Zeitpuffer zu finden, um anzuleiten.“ „Damals gab es eine Weiterbildung zum Mentor, aber die war längst nicht so umfangreich wie die Praxisanleitung heute“, ergänzt Christiane Mester. „Aber der Ansatz war da.“

Alle vier Praxisanleiterinnen freuen sich, dass sie freigestellt ihre Arbeit machen können. „Das ist ein großer Gewinn für die Ausbildung“, sagt Christiane Mester. „Aber ich finde auch, dass die Kollegen vor Ort wirklich viel Arbeit leisten. Letztendlich begleiten sie die Auszubildenden im Pflegealltag.“ „Für alle Beteiligten ist es ein großer Gewinn“, schließt sich Steffi Ladage-Kotthaus an. „Für uns, weil wir Zeit haben, anzuleiten, und für den Auszubildenden, weil er weiß, dass jemand da ist, der sich nur für ihn und für die jeweilige pflegerische Situation Zeit nimmt.“ Und dann platzt es voller Überzeugung aus ihr heraus: „Ich mache das wirklich gerne.“

Die Zugangsqualifikation zur Praxisanleitung dauert ca. 300 Stunden (etwa ein halbes Jahr) und ist im Krankenhaus Brilon möglich. Voraussetzung für die Weiterbildung: mind. ein Jahr in Praxis (Vollzeit). Außerdem eine dreijährige Ausbildung im Bereich der Pflege oder Funktionsdienst (früher: Krankenschwester, Gesundheits- und Krankenpfleger).

„Das Wichtigste – und das steht bei mir an erster Stelle – ist die Freude am Lehren“, sagt Christiane Mester, Praxisanleiterin im Krankenhaus Maria Hilf in Brilon. „Es geht darum, den eigenen Erfahrungsschatz an junge Menschen weiterzugeben, die in die Pflege gehen.“

Im Krankenhaus arbeiten 17 Praxisanleitende plus fünf in der Ausbildung, die über 70 Auszubildende betreuen. Hinzu kommen Praktikanten, die sich für den Pflegeberuf interessieren, und Pflegekräfte aus dem Ausland, die ihre Kenntnisprüfung ablegen. Vier der Praxisanleiterinnen üben diese Aufgabe hauptberuflich aus. Die Praxisanleitung wird schülerbezogen organisiert, d. h. jeder Azubi hat seinen festen Ansprechpartner, seinen Praxisanleiter.

Das Konzept der gut strukturierten Praxisanleitung geht auf den Pflegewissenschaftler German Quernheim zurück. Es umfasst mehrere Schritte – von der Vorbereitung über die Durchführung bis hin zu Übungsphasen, die dann in die nächste Anleitung übergehen. „Vom ersten praktischen Tag bis zum Examen wird die Anleitung über die gesamte Ausbildungsdauer hinweg geplant“, erklärt Praxisanleiterin Steffi Ladage-Kotthaus.

An die Azubis werden hohe Ansprüche gestellt, doch sie stehen nie allein da“, erklärt Steffi Ladage-Kotthaus. Die Praxisanleiterinnen begleiten die Auszubildenden während der gesamten Ausbildungszeit. In erster Linie, um sie zu unterstützen, aber auch, um deren Kompetenzentwicklung beobachten und fördern zu können. Praxisanleiterin Britta Metten fügt hinzu: ,,Ausbildung ist immer ein Zusammenspiel von Lehrkräften, Praxisanleitung und Azubis. Jeder und jede trägt Verantwortung, dass die Ausbildung gelingt“.

Praxiskoordinatorin Christiane Mester betreut einige, aber weniger Auszubildende als ihre hauptamtlichen Kolleginnen, da sie zusätzlich organisatorische Aufgaben wahrnimmt. Dennoch ist die persönliche Begleitung für sie ein wichtiger Schwerpunkt, den sie mit „ganz viel Herzblut“ verfolgt. Welche „soft skills“ für die vielfältigen Aufgaben nötig sind, ergänzt Praxisanleiterin Jenny Braucks: ,,Besondere Eigenschaften als Praxisanleitung wären außerdem Empathie, Geduld und Organisationstalent“.

Das Engagement der Praxisanleiter und das Konzept der Praxisanleitung wird von den Auszubildenden sehr geschätzt:

Melina Cielaszyk: „Ich fühle mich hier sehr gut aufgehoben. Es ist gut, dass man immer einen Ansprechpartner hat, der speziell für einen da ist. Ein Highlight ist auch, dass in Brilon das duale Studium angeboten wird. Das mache ich gerade. Hier wird man sowohl von der Schule als auch vom Krankenhaus sehr gut unterstützt – das ist super.“

Iwona Pingel: „Die hauptamtlichen Praxisanleiterinnen stehen uns während ihrer gesamten Dienstzeit zur Verfügung. Das ermöglicht uns, ohne Unterbrechung zu lernen und angeleitet zu werden. Sehr gut gefällt mir auch, dass man in verschiedene Bereiche reinschnuppern kann. Das ermöglicht es, frühzeitig Interessen zu entwickeln und sich auf bestimmte Fachgebiete zu konzentrieren. Und nach der Ausbildung hat man die Gelegenheit, nicht nur im Krankenhaus zu arbeiten, sondern überall – oder zumindest fast überall.“

Lilly Stuhldreier: „Wenn es mal ein Problem auf der Station gibt, kann man sich immer an seinen, aber auch an jeden der anderen Praxisanleiter wenden. Es ist wirklich eine großartige Zusammenarbeit! Auch der theoretische Teil ist wirklich gut und wichtig. Wenn wir dann in den Einsatz gehen, können wir alles richtig umsetzen. Die Dozenten machen das echt fantastisch und achten darauf, dass keiner von uns zurückbleibt.“

Christiane Mester und Steffi Ladage-Kotthaus können sich noch gut an ihre eigene Ausbildung erinnern: „Das Wort ‚Praxisanleitung‘ gab es damals noch gar nicht. Es gab nette Kollegen und Kolleginnen, die uns viel erzählt haben, wenn sie Zeit dazu hatten. Wenn nicht, musste man sich viel von den examinierten Kräften abschauen“, berichtet Steffi Ladage-Kotthaus. „Später habe ich lange auf der Intensivstation gearbeitet und war dort auch schon Praxisanleiterin. Aber damals war es so, dass man versucht hat, Zeitpuffer zu finden, um anzuleiten.“ „Damals gab es eine Weiterbildung zum Mentor, aber die war längst nicht so umfangreich wie die Praxisanleitung heute“, ergänzt Christiane Mester. „Aber der Ansatz war da.“

Alle vier Praxisanleiterinnen freuen sich, dass sie freigestellt ihre Arbeit machen können. „Das ist ein großer Gewinn für die Ausbildung“, sagt Christiane Mester. „Aber ich finde auch, dass die Kollegen vor Ort wirklich viel Arbeit leisten. Letztendlich begleiten sie die Auszubildenden im Pflegealltag.“ „Für alle Beteiligten ist es ein großer Gewinn“, schließt sich Steffi Ladage-Kotthaus an. „Für uns, weil wir Zeit haben, anzuleiten, und für den Auszubildenden, weil er weiß, dass jemand da ist, der sich nur für ihn und für die jeweilige pflegerische Situation Zeit nimmt.“ Und dann platzt es voller Überzeugung aus ihr heraus: „Ich mache das wirklich gerne.“

Die Zugangsqualifikation zur Praxisanleitung dauert ca. 300 Stunden (etwa ein halbes Jahr) und ist im Krankenhaus Brilon möglich. Voraussetzung für die Weiterbildung: mind. ein Jahr in Praxis (Vollzeit). Außerdem eine dreijährige Ausbildung im Bereich der Pflege oder Funktionsdienst (früher: Krankenschwester, Gesundheits- und Krankenpfleger).

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