“Auf Hubertus” den Weg zum beruflichen Erfolg finden Hubertus-Schwartz-Berufskolleg in Soest

Der Kreis Soest ist Träger des Börde-, Lippe- und Hubertus-Schwartz-Berufskolleg. Letzteres hat seinen Schwerpunkt in Wirtschaft und Verwaltung. Neben unterschiedlichsten Schulabschlüssen (9. Klasse Hauptschule bis Abitur am Wirtschaftsgymnasium) können vierzehn duale Ausbildungsberufe im Bereich Kaufmännisches und Verwaltung am Kolleg erlernt werden.

„Als vollschulische Abschlüsse bieten wir die Assistentenbildungsgänge an“, erzählt Direktor Thomas Busch. Die Ausbildung zum/zur Kaufmännische(n) Assistent(in) für Informationsverarbeitung dauert drei Jahre, die zum/zur Kaufmännische(n) Assistent(in) für Fremdsprachen (Englisch und Spanisch oder Französisch) je nach Schulabschluss zwei oder drei Jahre.

Text: Monika Loerchner
Fotos: Matthias Koprek

Rund 1.700 Schüler und über 100 Lehrer

„Wir wollen die Schüler auf internationale Begegnungen vorbereiten“, so Thomas Busch. Wer sich an einem als Europaschule zertifizierten Kolleg für die Ausbildung zum Fremdsprachenkorrespondent entscheidet, bekommt die Möglichkeit, zweimal für vier Wochen ein Erasmus-Praktikum im europäischen Ausland zu absolvieren. Eine der Zusatzqualifikationen, die „auf Hubertus“ erworben werden können, ist die des/der Europa-Kaufmanns/frau.

Für die Betreuung der rund 1700 Schüler steht Direktor Busch ein Team aus über hundert Lehrern, drei Sozialarbeitern, fünf Sekretärinnen und zwei Hausmeistern zur Verfügung. Die meisten Schüler kommen aus dem Raum HSK; das Berufskolleg in aber auch national gefragt: Jedes Jahr schicken Handwerkskammern aus ganz Deutschland ihre Azubis für zweimal sechs Wochen nach Soest. Das hauseigene Internat bietet den jungen Leuten währenddessen eine Unterkunft, „wie”, so Busch, “ich sie selbst früher gerngehabt hätte“.

Der Schuldirektor selbst stammt aus Brilon, machte das 2. Staatsexamen in den Fächern Mathe und BWL in Dortmund. „Ich halte es aber für sehr empfehlenswert, auch vor einem Studium erst mal eine klassische Berufsausbildung zu machen“, erklärt er. So könnten wertvolle Berufseinblicke gewonnen werden. „Es muss ja auch nicht jeder mit Abitur studieren gehen.“

Berufswahlsiegel und SAP-Stützpunkt

„Wir sind eine kaufmännische Schule, versuchen aber dennoch, Jugendliche in alle Richtungen auf den richtigen Weg zu bringen“, bringt Thomas Busch die Einstellung der Schule auf den Punkt. Dafür werden zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, selbst eine eigene Schülerfirma wurde gegründet. Außerdem ist das Kolleg seit einem Jahr SAP-Stützpunkt. „Wir streben immer nach oben, um mehr zu erreichen.“ Mit Erfolg: 2019 wurde dem Berufskolleg als eine von zwei Schulen in ganz NRW das Berufswahlsiegel verliehen. Damit wurde die Schule dafür ausgezeichnet, dass sie sich in besonders engagierter Weise für die berufliche Orientierung ihrer Schüler und Schülerinnen einsetzt.

„Ich halte es aber für sehr empfehlenswert, auch vor einem Studium erst mal eine klassische Berufsausbildung zu machen.“

(Thomas Busch)


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