Von 0 auf 100 – einfach mal machen

Große Dinge starten manchmal unscheinbar – zum Beispiel mit einem Besuch bei Holiday on Ice. Natürlich muss so ein Show-Spektakel festgehalten werden, aber wie, wenn man keine eigene Kamera hat? Vor genau diesem Problem stand André Dreßler vor rund zwei Jahren. Ja, richtig gelesen. Es gab eine Zeit vor der Foto- und Videografie. Unvorstellbar, wenn man sich heute seine Videos und Bilder anschaut. Und noch etwas unvorstellbarer, wenn man darüber nachdenkt, dass er vor zwei Jahren Wirtschaft studierte und mit kreativen Hobbys so gar nichts am Hut hatte.

Auf Anfang

Meschede. Sony Alpha 6000. Damit begann für den Videoproduzenten und Fotografen André Dreßler aus Meschede alles. Nachdem er sich einen Kamera für Holiday on Ice geliehen hatte, war er angefixt. Also beschloss er sich zusammen mit seinem Vater eben jenes Modell zu kaufen.

Wer der beiden daraufhin am fleißigsten fotografierte, ist leicht zu erraten. Zunächst startete es mit Instagram, mit Fotos von seiner Freundin und dem typischen „Kannst du mal ein Foto von mir machen?“. Bald kamen dann auch Arbeitskolleginnen seiner Freundin und andere Bekannte auf André zu. Und so begann nach und nach eine kreative Reise, mit der wohl niemand gerechnet hatte.

Handy oder Kamera?

Anfangs begleitete die Kamera André überall hin, ein Tipp, den er jedem Anfänger gibt. „Früher hätte ich gesagt, dass es auch reicht erst mal mit dem Handy zu fotografieren.“ Diese Meinung hatte sich mit der Zeit aber etwas geändert.
„Mir hat es geholfen eine richtige Kamera zu haben“, erzählt André. Daran konnte er verschiedene Funktionen ausprobieren, sehen und lernen, wie sich das Bild veränderte.

Hilfreich ist auch, nicht zu verbissen an die Sache zu gehen. André zuckt mit den Schultern. „Nicht zu viel auf einmal machen und erst mal probieren“, rät er gut gelaunt. Und: „Von der Bildqualität hat sich in den letzten Jahren nicht viel getan, ein älteres Kamera Modell tut es für den Einstieg vollkommen.“

Mittlerweile fotografiert und filmt er mit der Sony Alpha A73 – und ist dabei sich als Video- und Fotograf selbstständig zu machen. Zu seinem Fotografie Portfolio gehören Produkt- und Hochzeitsfotos sowie Porträtaufnahmen oder Content-Erstellung für Social Media.

Von Rap Videos und Werbeclips  

Wer André über seinen Instagram Account kennenlernt, hat zunächst stimmungsvolle Landschafts- und Portraitaufnahmen, leuchtende Lichtspiele und markante Tieraufnahmen vor Augen. Dass Andrés liebste Arbeit hinter der Kamera mittlerweile der Videodreh ist, zeigt er erst seit ein paar Wochen auch auf Social Media, mit kreativen, fiktiven Werbeclips, die beweisen: Das Wörtchen „Videoproduzent“ steht in seiner Instagram-Bio nicht umsonst an erster Stelle.

Fun Fact: Begonnen hat seine Leidenschaft für das Filmen mit einem zufälligen Ausflug in die Rap-Szene, wo ihn ein Freund als Videograf für Musikvideos empfohlen hatte. Mittlerweile konzentrieren sich seine Drehs vor allem auf Videos für Social Media, Imagefilme, Hochzeitsvideos sowie Reviews.

 „Am meisten machen mir aber Unternehmensvideos Spaß, weil ich mich da komplett austoben kann“, verrät André. Soll es irgendwann noch mal zurück zu den Musikvideos gehen? Wenn die Chemie zwischen ihm und dem Künstler zu 101% passt, ist er definitiv offen dafür.

Die goldenen Stunden

Wenn man sich alles von Grund auf selbst beibringt, braucht es dann lange, bis man seinen eigenen Stil findet? André überlegt. „Bei mir hat es bei den Videos länger gedauert als beim Fotografieren.“ Dass er bei seinen Bildern einen eigenen Stil hat, wird beim Blick auf seinen Instagram Feed schnell klar. Da ist dieses Leuchten, diese ganz besondere Stimmung des Lichtes, die den Großteil seiner Bilder prägt.

„Ich versuche immer bei Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang zu fotografieren“, erklärt André. Der Sonnenaufgang ist allerdings sein Favorit. Wieso? Wegen der Ruhe. Dafür quält er sich je nach Jahreszeit auch schon mal reichlich früh aus dem Bett.

„Sonnenaufgänge sind irgendwie besonderer. Es ist noch keiner wach, die Sonne geht auf und das Licht ist noch ganz anders. Wenn dann noch Nebel dazu kommt, ist es einfach perfekt.“ Deshalb fotografiert er auch besonders gerne im Herbst oder Frühjahr.

Alles eine Sache der Perspektive

Mittlerweile hat André jedoch Menschen noch lieber vor der Linse als schöne Landschaften. Auch wenn er, wie viele, die den Instagram-Lifestyle im Blut haben, seine Urlaube auch gerne mal nach Fotogenität plant. Die Seceda in Südtirol steht deshalb definitiv noch auf seiner Bucket List. „Landschaften sind aber schon ziemlich abgegrast und immer gleich.“

Personen zu fotografieren findet André spannender, denn bei Porträts ist jedes Bild besonders. Sein Lieblingshooting war deshalb auch sein erstes Hochzeitshooting für ein befreundetes Paar im Schloss Herdringen.

Kopf frei und los

André Dreßlers Geschichte beweist, was möglich ist, wenn man einfach mal macht. Am eindrucksvollsten zeigt sie aber, dass wohl in jedem verborgene Leidenschaften und Talente schlummern, die man nie entdeckt, wenn man sich nicht traut Neues auszuprobieren.

Was die Zukunft bringen soll? André möchte sich weiter als selbstständiger Videoproduzent und Fotograf etablieren und tun, was er am meisten liebt und am besten kann: Die Dinge aus einer ganz neuen, anderen Perspektive zu zeigen.

Kontakt

André Dreßler
Rebell 4
59872 Meschede

Telefon: 0160 771 0833

E-Mail: andredressler@outlook.com

www.andredressler.com

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