Neue Wanderwege im Schmallenberger Sauerland und in der Ferienregion

Eslohe.

Schmallenberg – 18.11.22 Das Projekt „Wanderinitiative“ ist abgeschlossen und das Ergebnis kann sich sehen und wandern lassen: Fünf neue Themenwege wurden im Schmallenberger Sauerland und der Ferienregion Eslohe geschaffen. Weitere, bestehende Wege wurden aufgewertet.

Bei den Projekten ging es darum, vor allem die ortsspezifischen Merkmale auf der Wanderstrecke erlebbar zu machen. So können Wanderer auf den neuen Wegen nicht nur Natur, sondern auch Kunst und Geschichte(n) entdecken. Und lehrreiche Pfade führen einen nicht nur durch den Ort, sondern auch zu neuen Einsichten.

Christine-Koch-Rundweg in Bracht:

Der 4,1 Kilometer lange Christine-Koch-Rundweg führt um den kleinen Ort Bracht und bietet schöne Ausblicke in die hügelige Landschaft. Der Themenweg dreht sich um die Sauerländer Dichterin Christine Koch und ihre klangvollen Gedichte über ihre Heimat und die Natur rund um Bracht. Auf Tafeln sind ihre Gedichte zu lesen und beim Lauschpohl am Wanderparkplatz kann man zwei ihrer Gedichte hören.

Esselsteig in Eslohe:

Der rund 11,5 Kilometer lange Esselsteig gibt Ein- und Ausblicke rund um Eslohe und verbindet die ortsnahen Highlights miteinander. Dabei gibt es viel zu entdecken: Historisches, Modernes, Religiöses, Fabelhaftes, Natur, Kultur und vieles mehr. Wandernde können das DampfLandLeute-Museum besuchen und eine Verweilpause an der Rochus-Kapelle genießen, bevor sie ihre Wanderung in einer der zahlreichen Einkehrmöglichkeiten in Eslohe ausklingen lassen.

„Lenne lebt“ in Schmallenberg:

Der familienfreundliche Themenweg „Lenne lebt“ verdeutlicht auf einer Strecke von rund 2,9 Kilometern die Bedeutung des Flusses für die Schmallenberger damals und heute. Denn auf insgesamt 11 Infotafeln bekommen Wandernde einen Einblick in die Geschichte, das Leben und die Natur rund um die Lenne: Dabei wird vom Wäschewaschen am Fluss und von dem ersten Schwimmbad erzählt. Ebenso wird die Bedeutung der Mühlen und die vielfältige Flora und Fauna in und an dem Fluss erklärt.

Sellinghauser Bergmannspfad:

Der 6,7 Kilometer lange „Sellinghauser Bergmannspfad“ entspricht im Wesentlichen dem Fußweg, auf dem viele Sellinghauser und Altenilper Bergleute über beinahe 100 Jahre hinweg zu ihrer Arbeitsstelle gingen: die Schiefergrube Felicitas in Heiminghausen. Der Rundwanderweg soll an das harte und arbeitsreiche Leben der Bergleute erinnern. Insgesamt 7 Tafeln informieren am Wanderweg über die Geschichte des Bergmannspfades und den Arbeitsalltag der Bergleute. Dabei sind einige steile Anstiege zu überwinden.

Kneippweg in Bad Fredeburg:

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist und umgekehrt. Schon Mitte des 19. Jahrhunderts hat Sebastian Kneipp diese Erkenntnis in seinem Gesundheitskonzept festgehalten und auf fünf Säulen gestellt. Neben Wasseranwendungen gehören die Bewegungstherapie, eine gesunde Ernährung, die bewährte Heilkraft der Kräuter und die innere Balance dazu. Unter dem Motto "Bleib fit - kneipp mit!" können Wandernde auf dem 3,5 Kilometer langen Kneippweg erfahren, dass Kneippen dem Körper guttut und fit hält.

Aufwertung bestehender Wege

In Schmallenberg wurde der beliebte Holzerlebnisparcours teilweise neu gemacht und Stationen ergänzt. Um diesen Neuerungen Rechnung zu tragen, wurde der 2,6 Kilometer lange Weg in Familienerlebnisweg umbenannt. In Fleckenberg kann man nun eine kleine Zeitreise beim Wandern integrieren: An schönen Aussichten auf das Dorf stehen Fotos aus früheren Zeiten, die mit den aktuellen Aussichten verglichen werden können. In Grafschaft wurde auf der Golddorfroute eine Tafel am „Blinker“ ergänzt. Diese informiert über den Wilzenberg, das Kloster Grafschaft und die Aussicht, die man von dort hat. Schlussendlich wurden in Bödefeld wurde im Rahmen des Projektes neun neue Ruhebänke entlang des Hollenpfades aufgestellt.

Das Projekt

Der Tourismus im Schmallenberger Sauerland und der Ferienregion Eslohe wollte mit dem Projekt sein bestehendes Wanderwegenetz gemeinsam mit seinen Partnern vom Sauerländer Gebirgsverein und von den lokalen Verkehrs- und Heimatvereinen sowohl qualitativ als auch inhaltlich aufwerten. Erste kreative Workshops zur Themen- und Wegefindung fanden dazu bereits 2017 und 2018 statt. Nachdem dann ein LEADER-Projektantrag im Oktober 2020 gestellt und genehmigt wurde, konnten die Ideen umgesetzt und nun im September 2022 erfolgreich abgeschlossen werden. „Etwa 110.000 € wurden insgesamt im Rahmen des Projektes eingesetzt; zu einem großen Teil aus LEADER-Fördermitteln finanziert.“, erklärt Katja Lutter, die Geschäftsführerin des Schmallenberger Sauerland Tourismus. „Leider hat sich das Projekt insgesamt, aufgrund der Corona-Zeit und dem großen Umfang, sehr lang hingezogen. Doch die Geduld und der vielfältige ehrenamtliche Einsatz haben sich gelohnt, wenn man jetzt das Ergebnis betrachtet.“

Projektleiterin Elke Spaller zeigt sich ebenfalls zufrieden: „Wir freuen uns, dass wir die Geschichten der Dörfer mit den neuen Wegen erlebbar machen. Besonderer Dank gebührt den Ehrenamtlichen aus den Gebirgs-, Verkehrs- und Heimatvereinen, die von der Idee bis zur Umsetzung tatkräftig mitgewirkt haben.“

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