Nachhaltiges Projekt "Heute für Morgen pflanzen" wird ab April mit neuen Aktionen fortgesetzt.

21.03.2022 erstellt von Ralf Hermann

Bereits 2600 verkaufte Bäume / Einwohner und Gäste können weiterhin Patenschaften übernehmen


Winterberg. Der nahende Frühling sendet erste Signale, die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf und die Osterferien stehen auch schon fast vor der Tür. Beste Voraussetzungen also, das nachhaltige Projekt „Heute für Morgen pflanzen“ nach ein paar Monaten naturbedingter Pflanz-Pause Anfang April wieder zum Leben zu erwecken. Zur Erinnerung: Die Stadt Winterberg hatte dieses Projekt gemeinsam mit dem städtischen Forstbetrieb sowie der Winterberg Touristik und Wirtschaft GmbH im vergangenen Herbst ins Leben gerufen. Konkret geht es darum, auf brachliegenden sowie geeigneten Flächen im Stadtgebiet Winterberg Bäume zu pflanzen, um so die Aufforstung der Winterberger Wälder möglichst als Mischwald zu unterstützen. Der Clou dabei: Winterbergerinnen und Winterberger, Feriengäste, Vereine, Organisationen und Unternehmen gleichermaßen können bei dieser außergewöhnlichen Aktion für nur 5 Euro pro Setzling Baumpatin bzw. Baumpate werden. Ab April sind nun auch wieder Pflanzaktionen direkt vor Ort möglich.

Projektpause im Winter? Keineswegs!

Die Projekt-Premiere im Herbst 2021 in der Nähe der Schwedenhütte in Altastenberg war bereits ein voller Erfolg. Bis zum 7. November, also mit Ende der ersten Pflanz-Phase, standen bereits stolze 1729 verkaufte Bäume unter dem Strich. Eine richtige Winterpause hat das Projekt allerdings nicht eingelegt, denn auch in der kalten Jahreszeit haben die Gäste und Einwohner fleißig weitere Baumpatenschaften übernommen. Ganz konkret sind es seit dem 8. November bis heute 871, die nun mit Beginn des Frühlings nach und nach eingepflanzt werden. Ein sehr guter Start in das langfristig angelegte Projekt angesichts schon 2600 verkaufter Setzlinge. Die Krombacher Brauerei als Kooperationspartnerin unterstützt die Aktion, in dem sie für jeden gekauften Baum einen zusätzlichen Baum erwirbt.

Viele Bürgerinnen und Bürger sowie Feriengäste hatten es sich in der ersten Pflanz-Phase bis November 2021 nicht nehmen lassen, selbst Hand anzulegen bzw. die Schaufel in die Hand zu nehmen, um den eigenen Setzling in Altastenberg einzupflanzen. „409 Personen haben sich auf den Weg ins Höhendorf gemacht und 558 Bäume selbst gepflanzt. Davon haben sich 179 frischgebackene Baumpatinnen und -paten auch die angebotene Klimaerlebniswanderung bei den offiziellen Pflanzaktionen nicht entgehen lassen“, so Christoph Leber vom städtischen Forstbetrieb. Lernen durch Erleben laute das Motto. Waldpädagogik sei dabei unheimlich wichtig. „Wir möchten mit unserer Arbeit mit den Menschen im Zuge der Aktion ins Gespräch kommen und sie sensibilisieren für die Themen nachhaltige Waldbewirtschaftung, Klimawandel und Biodiversität. Es geht um die Stärkung des Verantwortungsbewusstseins für unseren Planeten und die Natur. Wir möchten Wissen vermitteln zur Vielfalt des Waldes, zu den Baumarten und warum diese Vielfalt in Zukunft so wichtig wird.“

Drei attraktive Angebote für die Übernahme einer Patenschaft

Schon zur Premiere 2021 gab es für potentielle Baumpatinnen und Baumpaten drei spezielle Angebote von Forstamt und WTW, sich zu engagieren. Diese Angebote wird es nun auch wie folgt im April geben: Das erste Angebot lädt zu einer Klima-Erlebniswanderung mit Baumpatenschaft & Baumpflanzung ein. Dieses Rund-um-Sorglos-Paket beinhaltet eine geführte Wanderung mit einem Naturpark-Ranger vom Nordhang über den Kahlen Asten bis nach Altastenberg zur Pflanzfläche in der Nähe der Schwedenhütte. Auf dem Kahlen Asten ist ein Besuch der Wetterwarte mit Wetterprofi Meinolf Pape inklusive. Für Getränke (von der Krombacher Brauerei gestellt) ist natürlich auch gesorgt. Ein Setzling ist bereits im Preis dieses Angebotes von 10 Euro pro Person enthalten. Weitere Setzlinge können für jeweils 5 Euro erworben werden. Termine sind in den Osterferien am 13. und 20. April jeweils um 14.30 Uhr sowie am 9., 16. und 23. April jeweils um 10.30 Uhr. Die Wanderung dauert knapp 2,5 Stunden, sie ist knapp 7 Kilometer lang und nicht kinderwagentauglich. Treffpunkt ist der Nordhang. Der Bus S40 fährt ab Winterberg-Pforte Richtung Nordhang und nach der Aktion auch wieder zurück. Anmeldungen sind möglich unter www.winterberg-baumpate.de oder unter 02981 92500.

Das zweite Angebot beinhaltet ausschließlich die Baumpatenschaft und -pflanzung ohne die Wanderung. Dafür stehen folgende Termine zur Verfügung: 9. bis 23. April jeweils mittwochs von 17 bis 18 Uhr, donnerstags und freitags jeweils von 11 bis 12 sowie von 15 bis 16 Uhr sowie samstags von 13 bis 14 Uhr. Einfach bis einen Tag vor dem gewünschten Termin auf der oben erwähnten Webseite oder telefonisch unter 02981 92500 anmelden und los geht es. Die Kosten betragen 5 Euro pro Person inklusive Setzling und einem Getränk. Der Treffpunkt zum Pflanzen wird nach der Buchung mitgeteilt.

Ausschließlich um die Baumpatenschaft geht es beim dritten Angebot. Wer gerne eine Patenschaft übernehmen möchte, aber den Setzling nicht selber einpflanzen möchte oder kann, der hat die Möglichkeit, diese Variante zu wählen. Einfach über die oben erwähnte Webseite oder Telefonnummer einen Baum kaufen und vom Forstbetrieb einpflanzen lassen. Ganz einfach und ohne viel Aufwand für 5 Euro pro Baum.

Bei den Angeboten 1 und 2 helfen die Mitarbeiter des Forstbetriebs bei Bedarf dabei, den Baum einzupflanzen. Als Dankeschön für das Engagement erhalten alle Paten und Patinnen eine Urkunde. Zudem wird an der Pflanzfläche eine Tafel aufgestellt, auf der die Namen der Paten, die ihren Teil dazu beigetragen haben, das grüne Herz des Sauerlandes zu erhalten, verewigt werden.

Waldbestand stärken, Borkenkäfer-Plage bekämpfen

„Die Idee der Baumpatenschaft ist bislang sehr gut angekommen und wir sind sehr zuversichtlich, dass dieses Projekt für alle Patinnen und Paten sowie für die Initiatoren ein nachhaltiger Erfolg im wahrsten Sinne des Wortes wird“, so das Fazit von Forstbetriebsleiter Michael Kleinsorge, Bürgermeister Michael Beckmann und Tourismus-Förderer Christian Klose. Nun gelte es, dieses Projekt auch 2022 weiter engagiert zu bewerben und zu forcieren. Der vielversprechende Anfang dafür wurde in Altastenberg gemacht. Dies auch zur Freude des städtischen Forstbetriebs. Schließlich soll das Projekt auch und insbesondere dazu dienen, den Waldbestand mit Blick auf die Borkenkäfer-Plage und die damit verbundenen immensen Waldschäden nachhaltig zu stärken sowie langfristig mehr Mischwälder entstehen zu lassen.

Alle weiteren Infos zum Projekt „Winterberger Baumpaten“ finden Interessierte auf der Webseite unter www.winterberg-baumpate.de!