Baugesellschaft PRIOR mbH Firmenportrait

Die Maurer-Ausbildung: Hart aber überaus herzlich

58 ausgebildete Maurer in zwanzig Jahren – das ist die positive Leistungsbilanz der Baugesellschaft PRIOR mbH. Das Erlinghauser Unternehmen überzeugt als kompetenter Ausbildungsbetrieb mit guten Zukunftsaussichten, attraktivem Verdienst und einer abwechslungsreichen Tätigkeit.

Text: Christel Zidi
Fotos: Sabrinity

Sowohl eine Garage als auch ein Industrieheizkraftwerk

Schon vor mehr als 150 Jahren führte Franz Prior, der als selbständiger Handwerker tätig war, Auftragsarbeiten für die Gemeinde Erlinghausen aus. Aus der 1867 gegründeten Bauunternehmung entwickelte sich nach und nach die Baugesellschaft PRIOR mbH. Ein mittelständisches Unternehmen, das Heinz-Ulrich Prior heute als Geschäftsführer in 6. Generation leitet. Mit der Spezialisierung auf den Stahlbetonbau begann Heinz-Ulrichs Vater Karl-Heinz in den 1980er-Jahren. Heute macht dieser Bereich sogar 80 % der Gesamttätigkeit aus. Neben Industrie- Gewerbe- und Bürogebäude, die das Unternehmen mit aufbaut, werden allerdings auch heute immer noch hochwertige Mauerwerksarbeiten mit Bruchsteinen und Klinkersteinen errichtet. Grundsätzlich ist alles möglich, wie Heinz-Ulrich Prior betont, „von der Garage bis zum Industrieheizkraftwerk“. Auch im Erd- und Tiefbau, sowie der Erstellung von Außenanlagen ist die Firma Prior vertreten.

Ein breites Spektrum also, das einen Auszubildenden erwartet.  Auszubildende zum Maurer haben es dann konkret mit Arbeiten wie Mauern, Verputzen, dem Verlegen von Entwässerungsrohren, Fliesen und Pflastersteinen, dem Bauen von Schalungen und dem Erstellen von Stahlbetonflächen zu tun. Abwechslungsreiche und spannende Aufgaben, nicht zuletzt, weil man auf wechselnden Baustellen unterwegs ist. „Die Maurerausbildung schafft die Grundlagen zum handwerklichen Allrounder“, fasst Prior die Möglichkeiten in diesem Beruf zusammen. Und all das ist auch mit Hauptschulabschluss möglich. Auch die Bezahlung ist recht attraktiv – schon während der Ausbildung werden im Baugewerbe die höchsten Tariflöhne gezahlt.

Gute Zukunftsaussichten

Derzeit sind es acht junge Männer, die nach der Ausbildung beste Übernahmechancen haben: „Grundsätzlich bieten wir jedem Auszubildenen nach abgeschlossener Gesellenprüfung einen festen Arbeitsplatz an“, erklärt Prior. Er sieht das ganz pragmatisch, gerade im Hinblick auf den derzeitigen Fachkräftemangel im Handwerk: „Mit ihrer Ausbildung werden neue Fachkräfte generiert, die sich später weiter spezialisieren können: als Tiefbaufacharbeiter, Baggerführer, Kranführer oder Stahlbetonbauer. Später können die fertigen Maurer auch Karriere als Vorarbeiter oder Polier machen und, als höchste Stufe der beruflichen Ausbildung, den (Maurer- und Stahlbetonbau-) Meisterbrief erwerben. Fünf ehemalige Auszubildende sind derzeit als Poliere im Unternehmen tätig. Ein Mitarbeiter besucht die Meisterschule, ein weiterer wird im Herbst 2021 diesen Weg einschlagen. Insgesamt arbeiten 50 Mitarbeiter auf den Baustellen und auf seinem Bauhof; zusätzlich acht Angestellte im kaufmännischen und technischen Bereich.

Wenn aus Jungs starke Männer werden

In diesem Jahr bietet Heinz-Ulrich Prior vier bis fünf Ausbildungsplätze an. Dabei beschränkt er sich nicht auf männliche Bewerber. „Allerdings ist es – trotz einiger Hilfsmittel - nach wie vor ein harter Job“, gibt er zu. „Aber auch nicht mehr so wie früher, als man noch 25 kg schwere Steine in die Hand nehmen musste. Das machen wir heute mit Minikränen und Mauermaschinen, die einen halben Quadratmeter Mauerwerk greifen und versetzen können.“ Seine Aufgabe als Ausbilder ist für ihn gleichzeitig spannend und herausfordernd: „Die kommen aus der Schule, sind liebe nette Jungs und in den drei Ausbildungsjahren entwickeln sie sich zu gestandenen Männern.“ Und weiter fährt er fort: „Das Klima bei uns ist schon ein wildes. Rau, aber herzlich.“ In den Pausen sitzen die Männer zusammen im Container, dann werden Dönekes und Geschichten von früher erzählt. Und es wird viel gelacht. Am Ende eines Arbeitstages sehen die Männer, was sie am Tag geschaffen haben und kommen zufrieden und ausgeglichen nach Hause. Gute Work-Life-Balance nennt man das auch, Stressverarbeitung aufgrund der körperlichen Betätigung. Psychosomatische Erkrankungen, wie z. B. ein Burnout sind bei handwerklich tätigen Menschen deshalb so gut wie nicht vorhanden. „Anders als in vielen Industrieberufen regiert auf dem Bau der Mensch die Maschine und nicht die Maschine den Menschen“.


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