MIT VOLLGAS IN DIE ZUKUNFT Eine Ausbildung als KFZ-Mechatroniker

Nur schrauben war gestern, KFZ-Mechatroniker können auch HighTech - egal ob Sportwagen oder Elektroauto!

Nicht nur Dreck und Öl

Die Zukunft der KFZ-Mechatroniker sieht sehr positiv aus. „Der Schwerpunkt Elektrotechnik wird sich immer weiter in unserem Berufsfeld ausweiten“, so Winfried Guntermann, Obermeister der KFZ-Innung Meschede. „Früher wurde gesagt, ein KFZ-Mechaniker arbeitete nur mit Dreck und Öl, aber das ist absolut nicht mehr so. Die neuesten Techniken, die in den Autos verbaut werden, sind mehr als komplex. Ein wichtiger neuer Bestandteil der Ausbildung ist die Elektromobilität sowie die neuesten Technologien rund um die Fahrzeugtechnik.“ Darüber hinaus kümmert sich ein KFZ-Azubi z.B. um die Wartungs-, Reparaturund Instandhaltungsarbeiten von Fahrzeugen am Motor, Fahrwerk, Bremsen, Abgasanlage, Elektronik oder auch Hochvoltantriebssystemen.

Theorie und Praxis verbinden

Die Ausbildung findet in der KFZ-Werkstatt und parallel am Berufskolleg Berliner Platz in Arnsberg oder am Berufskolleg Olsberg statt. Zudem gibt es verschiedene überbetriebliche Schulungen am BBZ in Arnsberg. In der Berufsschule werden die Ausbildungsinhalte in einzelnen Lernfeldern unterrichtet. „Im Lernfeld „Diagnose“ lernen wir z.B. Fehler zu analysieren.“, erzählt Chantal Durrey aus dem Autohaus Prause in Arnsberg, wo sie im Januar diesen Jahres erfolgreich Ihre Gesellenprüfung bestanden hat. Ist es zum Beispiel ein Fehler im System oder ein defekter Antrieb? „Es ist super spannend, die erlernte Theorie direkt in der Werkstatt umzusetzen, so macht das Lernen viel mehr Spaß und man sieht direkt die Erfolge!“
 

Stolz sein auf sein Werk

Ein typischer Arbeitstag beginnt um 8.00 Uhr. In der KFZ-Werkstatt werden die Aufträge an die Mitarbeiter verteilt und Aufgaben zugeteilt. „Im 1. Lehrjahr schaut man als Azubi eher bei den verschiedenen Tätigkeiten zu und probiert bestmögliche Hilfestellungen zu geben.“, berichtet Frau Durrey. „Aber je weiter die Ausbildung voran geht, desto mehr konnte ich eigenständig arbeiten. Ich durfte bereits im ersten Lehrjahr Zahnriemen wechseln oder einen Motor instand setzen. Am Ende des Tages ist man dann schon sehr stolz auf sein Werk.“ Nach dem ersten Lehrjahr erfolgt die Spezialisierung in einem der fünf Schwerpunkte. Zur Wahl stehen dabei: Personenkraftwagentechnik, Nutzfahrzeugtechnik, Motorradtechnik, System- und Hochvolttechnik oder Karosserietechnik.

Spaß an Autos

„Eine Voraussetzung für die Ausbildung ist auch körperliche Belastbarkeit, da es trotz modernster Technik noch immer Arbeitsbereiche gibt, in denen Körperkraft gefordert ist“, erläutert Obermeister Josef Götte von der KFZ-Innung Brilon. Gleichzeitig dazu sollte der Azubi ein gutes technisches Verständnis vorweisen, generell Spaß an Autos haben. Ebenfalls spielt die Kommunikation mit den Kunden und Kollegen bei diesem Berufsbild eine wichtige Rolle. Die Zukunftsaussichten für KFZ-Mechatroniker-Gesellen sehen sehr positiv aus. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung gibt es viele Weiterbildungsmöglichkeiten, z.B. den KFZMechatroniker- Meister oder Betriebswirt des Handwerks. „Um genau zu wissen, ob der KFZ-Mechatroniker ein passender Beruf für Ihr Kind ist, schlagen wir immer vor ein Praktikum zu machen. Dadurch erlangt man schon erste Einblicke in den Beruf und sieht direkt, ob die Arbeit einen interessiert. Der Arbeitsmarkt KFZ-Mechatroniker- Gesellen sieht sehr gut aus und Facharbeiter werden überall gesucht“, so Jens Prause, Obermeister der KFZ-Innung Arnsberg weiter. „Somit steht einer Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker fast nichts mehr im Wege. Also ab mit Vollgas in die Zukunft.“

KFZ-MECHATRONIKER (M/W/D):

  • Dauer:
    3,5 Jahre
    Praxis im Betrieb
    Theorie in der Berufsschule + überbetriebliche Schulungen am Berufsbildungszentrum
  • Abschluss:
    mind. guter Hauptschulabschluss, Realschulabschluss, Gute Noten in MINT-Fächern
  • Vergütung:
    1. Lehrjahr: 760,00 EUR
    2. Lehrjahr: 800,00 EUR
    3. Lehrjahr: 895,00 EUR
    4. Lehrjahr: 985,00 EUR

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