Individuelle Karriereplanung im Städtischen Krankenhaus Maria Hilf in Brilon Firmenportrait

PFLEGE DUAL: ZWISCHEN WISSENSCHAFT UND PRAXIS

 

Praxis und Theorie effizient zu verknüpfen – diese Grundidee steht hinter dem Dualen Studium. Auf der einen Seite nehmen die Studierenden – ganz klassisch – an den Vorlesungen der Hochschule teil. Auf der anderen Seite erweitern sie ihre praktischen Kenntnisse in einem Unternehmen, einem wie zum Beispiel das Krankenhaus Maria Hilf in Brilon. Wer hier den Weg des Dualen Studiums einschlägt, hat zum Schluss nicht nur den Bachelor in der Tasche, sondern auch eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Schon seit 2016 bietet das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe im Städtischen Krankenhaus Brilon - als Kooperationspartner der Fachhochschule in Münster - ein duales Pflegestudium in der Kombination mit der Ausbildung im Bereich der Pflege an. Franka Rudolf (21) und Lena Still (22) haben sich entschieden, diesen Weg zu gehen, um dann den Bachelorabschluss in der Pflege zu erhalten. Das praxisbezogene Studium liegt ihnen sehr, weil sie ihre während des Studiums erlangten und vertieften pflegewissenschaftlichen Erkenntnisse auch gleich in der Praxis des Krankenhausalltages anwenden können. Während Franka kurz nach dem Abitur ihre Ausbildung zur Pflegefachfrau begann, war Lena zunächst zwei Jahre im Ausland als Au Pair tätig. Beiden war bereits während der Schule klar, dass sie gern im Bereich der Pflege arbeiten würden. Franka, die aus Bleiwäsche kommt und jetzt im 2. Ausbildungsjahr ist, hat sich gleich zu Beginn ihrer Ausbildung um ein Duales Studium beworben. Ihre Gründe dazu waren, dass „die Kombination aus Ausbildung und Studium sehr attraktiv waren, mein Berufsalltag bleibt abwechslungsreich und ich in vergleichbar kurzer Zeit zwei verschiedene Abschlüsse erreichen kann.“ Auch Lena, jetzt im 2. Ausbildungsjahr zur Pflegefachfrau sowie parallel im 3. Semester des Studiums, sieht die Vorteile, die ein solches Studium mit sich bringt und ergänzt: „Man hat immer einen persönlichen Ansprechpartner in der Ausbildungsstätte, einen großen Bezug zur Berufspraxis sowie natürlich finanzielle Vorteile.“

Mit einem Dualen Studium in der Gesundheitsbranche ist man in Zeiten des demografischen Wandels nicht nur ein begehrter Arbeitnehmer, sondern es bieten sich auch hervorragende Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem wird die praktische Arbeit bezahlt und die Studiengebühren übernimmt das Krankenhaus Maria Hilf in Form eines Stipendiums für das sich beworben werden muss. Petra Vorderwisch, Schulleiterin im Briloner Krankenhaus, ist es wichtig zu betonen, dass die reguläre Ausbildung dabei nicht in ihrer Struktur angetastet wird: „Das Duale Studium ist „on top“ – und damit natürlich auch mit einer zusätzlichen Arbeitsbelastung für die Studierenden verbunden.“ Trotz dieser Mehrarbeit weiß Franka die Kombination aus Praxis und Theorie bereits jetzt zu schätzen und zu nutzen: „Mittlerweile habe ich festgestellt, dass Inhalte aus meiner Ausbildung im Studium aufgegriffen werden, wodurch ich nochmals tiefere Einblicke in die Themen bekomme.“ Gut erkannt, denn für ein Pflegestudium ist es wichtig, dass die Studierenden analytisch und ganzheitlich denken können, schließlich sind sie es, die später zwischen Wissenschaft und beruflichem Alltag vermitteln. Um die Kompetenzen für Steuerungsaufgaben im Pflegeteam zu erlangen, gehören deshalb auch sogenannte „Softskills“ wie Empathie, soziale Kompetenz und Kommunikationsfähigkeiten dazu. Mit dem Abschluss des Dualen Studiums erwerben sich die beiden jungen Frauen nicht nur einen Hochschulabschluss, sondern sie besitzen damit auch wissenschaftliche Kompetenzen für Steuerungsaufgaben im Pflegeteam oder für eine hochschulische Weiterqualifizierung (Pädagogik, Management oder Beratung). Franka Rudolf und Lena Still wissen um ihre vielfältigen beruflichen Möglichkeiten: „Ich möchte auf einer Intensivstation zu arbeiten, bin aber auch gegenüber anderen Bereichen offen“, berichtet Lena, die derzeit noch in Paderborn wohnt. Und Franka ergänzt: „Genau wegen der guten Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich mich auch für das Studium entschieden. Hierdurch bleiben mir viele Wege offen, da ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht für einen Arbeitsbereich festlegen möchte.

Wer die Allgemeine Hochschul- oder Fachhochschulreife besitzt, kann nach 0,5-jähriger Ausbildung zur Pflegefachkraft über ein Stipendium in den Bachelorstudiengang „Pflege dual“ (Gesamt: sechs Semester) einsteigen. Das Studium läuft parallel zur Ausbildung. Nach Abschluss der Ausbildung schließt für 3 weitere Semester das berufsbegleitende Studium an. Hier gibt es die Möglichkeit weiter mit einer 50 %- Anstellung zu arbeiten. Die Präsenzzeit an der Fachhochschule beträgt eine Woche pro Semester, die Ausbildung und Studium dauern insgesamt 4,5 Jahre. Während der Studienzeit ist die Anstellung im Krankenhaus Maria-Hilf garantiert.


Kontakt

Bildungszentrum für Gesundheitsberufe am Städt. Krankenhaus Maria-Hilf Brilon gGmbH
Schulleitung: Petra Vorderwisch
Am Schönschede 1 | 59929 Brilon
✆ 02961 780 1440
E petra.vorderwisch@kh-brilon.de